Macht es Sinn die Beziehung sozusagen erstmal alleine zu "therapieren"?

Na klar!

 

Optimal ist es natürlich, wenn beide Partner zur Paartherapie kommen. Wenn das aber nicht möglich ist, weil einer der Beiden sich dagegen entscheidet, macht es natürlich viel Sinn alleine an der Beziehung zu arbeiten. Das ist konstruktiv und viel besser als „hilflos“ auf den Partner zu warten und zuzusehen, wie sich ungute Interaktionsmuster weiter verschlechtern.

 

Veränderung beginnt ja letztich immer bei uns selbst.

Sie selbst sind ohnehin der Dreh- und Angelpunkt für Veränderung. Wenn Sie handeln, dann ist Ihr Partner von diesem Handeln mitbetroffen. Was auch immer Sie in der Interaktion mit Ihrem Partner tun oder nicht tun, es hat eine Wirkung. Daher können auch Sie alleine etwas in Ihrer Beziehung bewirken.

 

Es geht in den Einzelsitzungen dann um Ihre Rolle in der Beziehung, Ihre Werte, die Art wie Sie kommunizieren, Ihre Haltung dem Partner gegenüber, usw. Sei es, dass Sie ein neues Bild von Ihrer Beziehung bekommen, eine neue innere Einstellung. Sei es, dass Sie sich selbst mehr in den Fokus nehmen, Ihre Anteile an den Beziehungsproblemen erkennen und sich dahingehend verändern. Sei es, dass Sie Ihre Bedürfnisse besser spüren, Ihren Ärger, Ihre Ängste usw. Und dass Sie zu allererst dafür sorgen, dass es Ihnen selbst besser geht. Hier geht es auch um die Stärkung Ihrer inneren Klarheit, Ihrer Entscheidungskraft und Ihres Selbstwertgefühls.

 

Aus dieser Reflektion heraus können Sie dann auch Ihrem Partner anders begegnen. Ob Ihr Engagement reicht, um die Beziehung sozusagen zu verwandeln, das wissen Sie vorher natürlich nicht. Im Idealfall können Sie jedoch durch die Einzeltherapie aus einem stabilen Selbstwertgefühl heraus entscheiden, wie es für Sie selbst mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin weitergehen soll.

 

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© Petra Pötschke Systemische Paartherapie

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